Criterium

Was man beim ersten Straßenrennen oder Kriterium trägt

Fürs erste Straßenrennen oder Kriterium trägst du ein eng anliegendes Radtrikot und Bib-Shorts, dazu Aufwärmschichten, die du vor dem Start abgeben kannst. Nichts Loses, nichts in den Taschen, was du nicht brauchst, und nichts, das du nicht schon gefahren bist. Dieser Leitfaden behandelt die Basisausstattung, das Aufwärmen, das Anstecken der Startnummer und den Umgang mit dem Wetter.

Die Basisausstattung — und warum die Passform hier mehr zählt

Ein Radtrikot im Rennschnitt und Bib-Shorts sind die komplette Ausstattung. Rennschnitt heißt: Das Material liegt an, ohne an Brust oder Oberarm zu bauschen. Ein Trikot, das im Feld bei 45 km/h flattert, kostet echte Watt und zeigt allen um dich herum, dass es dein erstes Rennen ist. Das ist der eine Zusammenhang, in dem der engere Schnitt eine Leistungs- und keine Stilfrage ist.

Alles sollte Ausrüstung sein, in der du bereits eine harte Ausfahrt gefahren bist. Ein Rennen ist ein schlechter Ort, um zu entdecken, dass eine Naht scheuert, ein Beinband aufrollt oder ein neues Trikot hinten zu kurz wird, sobald du tief gehst.

Aufwärmen: Schichten, die du loswirst

Plane die Aufwärmausstattung getrennt von der Rennausstattung. Armlinge, Beinlinge, eine Radweste und eine leichte Windjacke über dem Rennkit lassen dich richtig warm werden, ohne zu überhitzen, und alles ist am Start in Sekunden ausgezogen. Beinlinge und Armlinge zählen hier: kalte Beine am Start bedeuten zehn langsame erste Minuten — und in einem Kriterium ist das das ganze Rennen.

Lass jemanden deine Schichten halten oder deponiere sie im Fahrerlager oder in der Tasche. Plane nicht, in etwas zu starten, das du mitten im Rennen ausziehen willst: Eine Weste im rollenden Feld abzulegen ist keine Erste-Rennen-Fähigkeit, und ein mit abgelegten Schichten vollgestopftes Trikot hebt den Zweck wieder auf.

Was tatsächlich in die Taschen gehört

Beim Kriterium: nichts. Solche Rennen dauern meist 30 bis 60 Minuten, du wirst nicht essen, und alles in den Taschen ist Gewicht, das schwingt. Nimm eine Trinkflasche mit, wenn es lang oder heiß ist, und lass den Rest.

Bei einem Straßenrennen über einer Stunde nimmst du zwei Gels oder einen Riegel mit, sonst nichts. Kein Handy, keine Werkzeugrolle, kein Ersatzschlauch, sofern Reglement oder Distanz es nicht wirklich verlangen — die meisten Straßenrennen sind begleitet, und der Neutralwagen deckt ab, was du nicht kannst. Wenig Gewicht, flache Taschen.

Wie du eine Startnummer ansteckst, damit sie nicht flattert

Flach, straff und an der vom Veranstalter vorgegebenen Stelle — meist tief im Rücken, auf einer Seite, mit der Nummer zur Zielkamera. Nimm sechs bis acht Sicherheitsnadeln statt vier und stich direkt am Rand der Nummer durch das Trikotmaterial, damit nichts Falten wirft.

Der Trick, den die meisten übersehen: Geh in Fahrposition, bevor du ansteckst, oder lass jemanden anstecken, während du über dem Lenker gebeugt bist. Im Stehen angesteckt spannt die Nummer über den Rücken und beult aus, sobald du tief gehst. Eine lose Nummer fängt Luft, macht Lärm und kann im schnellen Feld ganz abreißen.

Anziehen nach den Bedingungen

Zieh dich für die Belastung an, nicht fürs Stehen am Start. Du wirst deutlich härter arbeiten als auf einer normalen Ausfahrt — ziele darauf, am Start leicht zu frieren, dann passt es fünf Minuten nach dem Start. Zu warm anzuziehen ist der häufigere Fehler und im Rennen schwerer zu korrigieren.

Bei Nässe hilft ein Funktionsunterhemd unter dem Trikot mehr als eine Außenschicht, und es lohnt zu akzeptieren, dass du nass wirst, statt mit einer flatternden Jacke zu kämpfen. Bei echter Kälte sind Thermo-Bib-Tights und ein Langarm-Radtrikot völlig in Ordnung: Rennfahren verlangt keine nackten Beine.

Die Sturzfrage

Rennfahren bringt ein höheres Sturzrisiko mit als die gewohnte Ausfahrt, und das sollte man nüchtern sehen statt ängstlich. Ausrüstung verhindert keinen Sturz, aber gut sitzende Ausrüstung bleibt, wo sie hingehört, und bleibt nirgends hängen. Manche halten einen etwas älteren Satz fürs Rennen bereit; andere finden, dass der Renntag genau das ist, wofür gute Ausrüstung da ist.

Genau dafür gibt es den Crash-Replacement-Service. Zu wissen, dass deine Ausrüstung abgedeckt ist, nimmt dir am Start eine Sorge — und das ist beim ersten Rennen mehr wert, als es klingt.

Was du am Rennmorgen nicht tun solltest

Trage nichts Neues. Fahr nicht in einem zwei Nummern zu großen Trikot, nur weil es das Vereinstrikot ist. Stopf die Taschen nicht mit Dingen voll, die du vielleicht brauchst. Und steck die Startnummer nicht fünf Minuten vor dem Start hastig auf dem Parkplatz an — so endet sie schief, lose und in der dritten Runde halb abgerissen.

Leg am Vorabend alles bereit, Nadeln inklusive. Die Fahrer, die am Start gelassen wirken, sind nicht ruhiger als du — sie haben nur jede Entscheidung aus dem Rennmorgen entfernt.

Häufige Fragen

Braucht man fürs erste Kriterium einen Einteiler?

Nein. Ein gut sitzendes Radtrikot und Bib-Shorts reichen völlig. Der aerodynamische Gewinn ist marginal und zählt in der ersten Saison weit weniger als Position im Feld und Form.

Kann man im Vereinstrikot starten?

Ja, und bei vielen Rennen wird es erwartet. Achte nur darauf, dass es eng sitzt: Ein weites Vereinstrikot ist die häufigste Flatterquelle im Amateurfeld.

Funktionsunterhemd im Rennen?

Unter etwa 18°C oder bei Nässe ja. Es transportiert Schweiß von der Haut und verhindert, dass ein durchnässtes Trikot dich auskühlt, wenn das Tempo fällt. Bei großer Hitze weglassen.

Wohin kommt die Startnummer?

Dorthin, wo der Veranstalter es vorgibt — das variiert nach Disziplin und Land. Sieh ins Reglement oder frag bei der Startnummernausgabe: falsch angebrachte Nummern können eine Strafe nach sich ziehen.

Trinkflasche im Kriterium?

Eine, wenn es warm ist oder das Rennen über 45 Minuten geht, sonst keine. Kurze Kriterien werden meist trocken gefahren, weil sich selten eine sichere Gelegenheit zum Trinken ergibt.

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DTR — performance cycling and triathlon apparel, designed and developed in Ukraine.

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